KÄSTNER UND DER KLEINE DIENSTAG |
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98 Min. | 676831 DE |
| Originaltitel: | Kästner und der kleine Dienstag | ![]() |
| Regie: | Wolfgang Murnberger | |
| Musik: | Annette Focks | |
| Darsteller: | Florian David Fitz, Nico Ramon Kleemann, Katharina Lorenz, Juls Serger, Jascha Baum, Oskar Bökelmann, Hans Löw, Inga Busch, Catrin Striebeck, Martin Brambach, Marie Gruber | |
| Deutschland / Österreich 2016 |
Berlin 1931. Seinen ersten richtigen Erfolg feiert der bislang mit sozialkritischen Werken eher glücklose Schriftsteller Erich Kästner ausgerechnet mit einem Kinderbuch. Das aufregende Abenteuer "Emil und die Detektive" begeistert die junge Leserschaft und bringt ihm stapelweise Fanbriefe. Auch der vaterlose Schüler Hans wird zu einem glühenden Verehrer.
Im Handumdrehen reißt sich Deutschlands mächtigste Filmfirma, die Ufa, die Rechte unter den Nagel. Kästner ist anfänglich nicht unbedingt angetan von der Art der Umsetzung. Doch er verhilft Hans zu einer Rolle bei den Dreharbeiten. Hans spielt voller Stolz die Figur "kleiner Dienstag" in der Verfilmung. Die nationalsozialistische Presse empört sich über "Emil und die Detektive", es sei ein kommunistisches Machwerk.
Noch läßt sich Kästner nicht beirren. Die Freundschaft mit dem kleinen Hans inspiriert ihn zu weiteren Kinderbüchern.
Die politische Lage wird immer instabiler. Die Nazis mit ihrer völkischen, antijüdischen Ideologie erlangen die Vorherrschaft. Es beginnt der Exodus der Intellektuellen. Erich Kästner darf nicht mehr publizieren, seine Bücher werden verboten. Um den Jungen zu schützen, bricht Kästner den Kontakt zu Hans ab.
Wenige Jahre später kommt es zu einer erneuten Begegnung. Beide haben sich von den Nazis nicht beugen lassen. Hans steht weiter zu seinem besten Schulkameraden Wolfi, der wegen seines jüdischen Vaters angefeindet wird. Kästner hält sich über Wasser, indem er unter falschem Namen Unverfängliches schreibt. Dann kommt der Krieg...
Unaufgeregt, leise und auf die Chronik der Ereignisse konzentriert, zeichnet der Film die Biographie Erich Kästners während der Zeit der Nazi-Diktatur. Mit Mut und Vorsicht überlebte er die langen schrecklichen Jahre, von denen er anfangs glaubte, "die Dummheit kann nicht ewig regieren". Es ist seine enge Freundschaft mit dem politischen Zeichner Erich Ohser. Es ist seine fast schon väterliche Beziehung zu dem kleinen Hans, durch die der Schriftsteller erkennt, wie essentiell es ist, Freiheit und Toleranz im Denken schon bei den Kindern durch geeignete Literatur zu verinnerlichen.
(Pino DiNocchio)
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676831 DE | |
| Tonspur: | Deutsch | |
| Untertitel: | D | |
| Länge: | 98 Min. | |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:1.78 | |
| Extras: | Audiodeskription | |
| - minus - | Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt |
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