SHATTERED FAMILY

  • Film DVD
  • englisch
    88 Min.
    ohne deutsche Untertitel
    635338 UKnicht mehr im Handel

    Originaltitel: A Place to Be Loved
    Regie: Sandy Smolan
    Musik:  
    Darsteller: Tom Guiry, Richard Crenna, Rhea Perlman, Linda Kelsey, Cotter Smith, Joycelyn O'Brien, Cyril O'Reilly, Sam Anderson
    USA 1993

    SHATTERED FAMILY - A Place to Be Loved

    Rechtsanwalt George Russ hat 8 Kinder, die ältesten sind bereits aus dem Haus. Bei einem Besuch in einem Kinderheim erblickt er einen furchtbar traurigen Jungen. Für den Mann mit dem großen Herz für Kinder ist augenblicklich klar: Er will Gregory ein neues Zuhause schenken und ihn in seine Familie aufnehmen. Gregory ist begeistert und glücklich, nach 11 Jahren endlich einen Platz zu finden, wo er geliebt wird und sich sicher fühlen kann. Er ändert seinen Vornamen, er nennt sich jetzt Sean. Es beginnt ein ganz neues Leben für ihn. Und er möchte, daß George und Liz ihn adoptieren. Dazu muß den leiblichen Eltern das Elternrecht entzogen werden. Die hatten sich getrennt, als Gregory 4 war. Die Mutter hatte sich nie um den Jungen gekümmert, sie hatte ihn ins Heim gesteckt, damit sie ihrem Lotterleben mit Drogen und Sex nachgehen konnte. Der alkoholkranke Vater ist bereits wegen Mißhandlung an seinem Sohn verurteilt worden. Plötzlich kreuzen die beiden Rabeneltern auf und wollen auf einmal ihr Kind zurück.
    Aber Gregory ist fest entschlossen, nie wieder zu diesen lieblosen, verlogenen Leuten zu gehen. Er nimmt sich eine Anwältin und reicht als erstes Kind in der amerikanischen Rechtsgeschichte eine Scheidungsklage gegen seine leiblichen Eltern ein!

    Das ist der wahre Fall von Gregory Kingsley, dem 12jährigen Jungen, der in Amerika einen Musterprozeß für die Rechte der Kinder führte - und gewann!
    Der Film ist ruhig und recht sachlich. Er hält Abstand von dem Schmalz und dem Pathos, der für amerikanische Familienfilme so typisch ist. Auch die Gerichtsverhandlung ist frei von den theatralischen Schlammschlachten, die man von US-Gerichtsfilmen kennt. Hier geht es wirklich nur um das Kind. Das sind neue Töne. Aber es ist erst ein kleiner Anfang auf dem Weg zur Anerkennung der Kinderrechte. Es wird noch lange dauern, bis die westlichen Staaten ihre Rechtsauffassung ändern und endlich akzeptieren, daß Kinder keine Sachen sind, und daß sie nicht das unantastbare Eigentum ihrer Eltern sind.
    Mit noch einem anderen stupiden Vorurteil der Schulpsychologen räumt der Film auf, nämlich der Auffassung, daß Opfer später selbst zu Tätern würden. George Russ hatte selbst eine schwere Kindheit mit einem Säufer als Vater. Das hat ihn aber nicht zwangsläufig ebenfalls zu einem schlechten Vater gemacht - ganz im Gegenteil. Er weiß gut, was er als Kind durchlitten hat, das befähigt ihn, sich in die Lage eines betroffenen Kindes hineinzuversetzen und ihm auf die richtige Weise zu helfen. (Pino DiNocchio)


    635338 UK
    Tonspur: Englisch
    Untertitel: keine
    Länge: 88 Min.
    Bild: 4:3 Vollbild 1:1.33
    Extras:  


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