DIE ABENTEUER DES HUCKLEBERRY FINN (1939) |
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87 Min. | 622779 DE |
| Originaltitel: | The Adventures of Huckleberry Finn | ![]() |
| Regie: | Richard Thorpe | |
| Musik: | ||
| Darsteller: | Mickey Rooney, Walter Connolly, William Frawley, Rex Ingram, Lynne Carver, Jo Ann Sayers, Minor Watson, Elizabeth Risdon, Victor Kilian | |
| USA 1939 |
Seit die Witwe Douglas den Jungen bei sich aufgenommen hat, hat sich an seiner Herumtreiberei wenig geändert. Huckleberry Finn schwänzt die Schule so oft, daß er zum Sommer sitzenbleibt. Die Witwe wird schwer enttäuscht sein, fürchtet er. Die fromme Frau möchte einen anständigen Menschen aus dem Buben machen. Doch ein Leben voller Regeln und Ordnung, das ist einfach nichts für den jungen Freigeist. Lieber sitzt Huck barfuß am Ufer des Mississippi und raucht seine Pfeife.
Plötzlich kreuzt Hucks versoffener Vater auf, dem es gar nicht gefällt, daß sein Sohn jetzt ein feiner Pinkel ist und so unnütze Sachen wie das Lesen lernt. Von allen Seiten in die Enge getrieben, haut Huck ab. Er will sein Glück jetzt alleine suchen, weil er es doch keinem Menschen recht machen kann. Doch Pop, der Vater, fängt ihn ab und verschleppt ihn in eine Hütte. Mit einer List täuscht Huck vor, der Alte habe ihn ermordet. Auf der Flucht trifft Huck auf seinen besten Freund Jim, den Negersklaven von Mrs. Douglas, der nämlich gerade entlaufen ist. Die beiden erleben auf dem Mississippi etliche schräge Abenteuer, ehe sie wieder glücklich nach Hause zurückkehren...
Die Filmgeschichte brachte ungezählte Interpretationen von Mark Twains Jugendbuchklassiker hervor. Die Version von 1939 ist noch eine der ursprünglichsten Adaptionen. Man begegnet der einen oder anderen Episode aus dem Buch. Immer wieder herrlich zu sehen ist die Szene, wo Huck als Mädchen verkleidet unter die Leute geht.
Mickey Rooney war schon ein Teenager. Als Huckleberry Finn wirkt er damit authentischer als viele spätere Besetzungen mit kleineren Kindern, denen man die gewitzte Erfahrenheit im Überleben kaum abnimmt. Nur gegen die zwei Hochstapler, denen Huck und Jim ins Netz gehen, schützt auch Hucks Schlauheit ihm nichts. Da kommt die Naivität des Charakters durch, denn von der Welt außerhalb seines Wohnorts weiß Huckleberry Finn trotz seiner Angeberei wenig. Ambiguität zeigt er auch im unsicheren Pendeln zwischen der Loyalität zu seinem Freund Jim und dem tief im Bewußtsein verwurzelten Gesetz, bis er schließlich eine klare Position zum Unrecht der Sklaverei einnimmt. In den vielen Facetten seiner Menschlichkeit wird Huckleberry Finn für Heranwachsende zur einer Identifikationsfigur.
(Pino DiNocchio)
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622779 DE - mit Wendecover - | ![]() | |
| Tonspur: | Deutsch / Englisch | ||
| Untertitel: | keine | ||
| Länge: | 87 Min. | ||
| Bild: | 4:3 Vollbild 1:1.37 - s/w | ||
| Extras: | Wendecover |
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