THE HOLY BOY |
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117 Min. | 645289 DE | ||
122 Min. | 745289 DE |
| Originaltitel: | La valle dei sorrisi | ![]() |
| Filmlänge: | DVD 112 Min. ohne Abspann | |
| Regie: | Paolo Strippoli | |
| Musik: | ||
| Darsteller: | Michele Riondino, Giulio Feltri, Paolo Pierobon, Romana Maggiora Vergano, Sandra Toffolatti, Diego Nardini, Roberto Citran, Gabriele Benedetti, Sergio Romano | |
| Italien 2025 |
In der Gemeinde Remis in den italienischen Alpen gehen mysteriöse Dinge vor sich. Als "Tal des Lächelns" bezeichnen die Bewohner ihren abgelegenen Ort. Der frühere Judomeister Sergio Rossetti tritt hier eine befristete Stellung als Lehrer an. Der Fremde wird mißtrauisch beäugt. Die Leute mögen es nicht, wenn ihre Harmonie durch einen Außenstehenden gestört wird. Sergio ist nicht nur eigensinnig und kritisch, er ist auch noch psychisch instabil, weil er einen tragischen Verlust noch nicht verarbeitet hat.
Vielleicht ist es kein Zufall, daß Sergio ausgerechnet in dieses Dorf gefunden hat. In Remis gibt es eine wundersame Heilung für jedes Leiden. In zeremoniellen religiösen Zusammenkünften verehren die Gemeindemitglieder einen Jungen, den sie als "Holy Boy" bezeichnen. Wer den Jugendlichen umarmt, wird vom Schmerz befreit. Auch Sergio erfährt bald die geheimnisvolle Heilkraft, die Matteo bei der Umarmung überträgt. Sergios Seelenqual wird augenblicklich aufgelöst.
Der 15jährige Matteo ist einer seiner Schüler, und er ist ein ziemlicher Sonderling. Obwohl er im Ort als Heiliger gilt, wird er von einigen Mitschülern schikaniert. Sergio gibt den Jungs im Sportunterricht Lektionen in Judo. Das würde auch dem notorisch traurig und entrückt dreinblickenden Matteo helfen, sich gegen die Übergriffe der Schulkameraden zu wehren, so glaubt Sergio.
Tatsächlich keimt in dem introvertierten Teenager ein neues Selbstbewußtsein auf. Er entdeckt die erwachenden Gefühle und die Körperlichkeit eines Heranwachsenden für sich. Matteo möchte sich nicht länger von seinem Vater einsperren und für die Rituale mißbrauchen lassen, der für den Einsatz seines Sohnes von den leidenden Menschen viel Geld kassiert. Matteo ist nicht nur in der Lage, Schmerz zu nehmen. Er kann auch welchen geben. Die Situation in Remis gerät außer Kontrolle, je mehr Matteo, ermutigt durch den Lehrer, gegen seine Bevormundung aufbegehrt...
Die tief in der Bevölkerung verwurzelte Katholische Kirche treibt hier seltsame Auswüchse. Ob Naturphänomen oder Suggestion - die Kirche eignet sich die Wirkung des Jungen an und macht daraus ein Geschäft. Widerspruch gibt es nicht, denn alle Einwohner sind mit dem Arrangement glücklich. Sie haben stets ein Lächeln im Gesicht und fühlen sich gut.
Das alles geht freilich auf Kosten des "Holy Boy", dem durch den Kult ein normales Leben eines Jugendlichen versagt bleibt. Es hat etwas von Stephen King's "Carrie", als Matteo beginnt, seine Kräfte zu benutzen, um sich von den Fesseln zu befreien. Am Höhepunkt der Krise werden Familienverhältnisse enthüllt. Ungeklärt bleibt, was Matteos Mutter in den Wahnsinn getrieben hat.
Unbeantwortet bleibt vor allem die Frage, wie Matteos übersinnliche Fähigkeit mit dem verheerenden Zugunglück und den dabei aus einem Güterwaggon freigesetzten Chemikalien zusammenhängt, das Jahre zuvor in dem Tal geschehen war. Für einen kurzen Moment erinnert das Szenario an die französische Mystery-Serie "The Returned". Das zentrale Motiv, nämlich die Schuldgefühle, die Sergio zermartern, verliert sich in einem seltsamen, von kryptischen Horrorelementen durchzogenen Finale. Trotz des komischen Ausgangs ist der Film ein solider Genre-Beitrag mit einem wahrhaft hypnotischen jugendlichen Darsteller.
(Pino DiNocchio)
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645289 DE - mit Wendecover - | ![]() | |
| Tonspur: | Deutsch / Italienisch | ||
| Untertitel: | D | ||
| Länge: | 117 Min. | ||
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:1.85 | ||
| Extras: | Wendecover |
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745289 DE - mit Wendecover - | ![]() | |
| Tonspur: | Deutsch / Italienisch | ||
| Untertitel: | D | ||
| Länge: | 122 Min. | ||
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:1.85 | ||
| Extras: | Wendecover |
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